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Mobiler Journalismus

Mit der Etablierung neuer Medien entstehen auch neue Anforderungen an die inhaltliche und formale Gestaltung von Medienprodukten. Gegenstand dieser Arbeit ist der Mobile Journalismus als ein Subsystem des institutionalisierten Journalismus, der auf mobilen Endgeräten genutzt werden kann. Ausgehend von der Geschichte des Mobiltelefons, der Definition zentraler Begriffe, der kommunikationswissenschaftlichen Einordnung von Mobilem Journalismus und einer Systematisierung des Forschungsstands wurden zwei qualitative Vorstudien durchgeführt. Eine qualitative Inhaltsanalyse identifizierte die Erwartungen in Nutzerkommentaren zu journalistischen Apps und wurde durch eine Analyse von Best Practice-Apps ergänzt. Ausgehend von den daraus gebildeten Hypothesen fand eine quantitative Redaktionsbefragung und quantitative Inhaltsanalyse statt, um Aufschlüsse über den Wandel und die Etablierung von Ordnungs- und Darstellungsprogrammen zu erhalten. Die Arbeit liefert aus den Ergebnissen abgeleitete Thesen sowohl zum Ist-Zustand als auch zur Zukunft des Mobilen Journalismus. So sind Apps ein etabliertes technisches Medium und im mobilen Journalismus als Subsystem werden publizistische wie auch ökonomische Chancen gesehen. Allerdings haben sich Medienorganisationen bisher nicht ausreichend mit den neuen erforderlichen Produktionsabläufen und Funktionsbestimmungen auseinandergesetzt.

– Wolf, C. (2014) | Mobiler Journalismus. Angebote, Produktionsroutinen und redaktionelle Strategien deutscher Print- und Rundfunkredaktionen (Bd. 8). Nomos.